Und wenn man aufhört..

 

.. dann ist alles anders!

Wie einige mitbekommen haben dürften, habe ich das Rauchen aufgehört. Viele hier wussten vermutlich nicht mal, dass ich rauchte. Aber es ist ja auch nichts, das man in den sozialen Netzwerken breit treten sollte.

Ich war als kleines Mädchen schon immer sehr dagegen, dass meine Eltern rauchen. Ich habe es wirklich verflucht. Manchmal habe ich deren Zigaretten versteckt und gewaltig Ärger bekommen. Aber es kam wie es kommen musste: ich fing irgendwann an zu rauchen.
Wenn die Eltern rauchen, dann hat man glaube ich einfach eine niedrigere Hemmschwelle das Ganze selbst auszuprobieren.

Eines ist mir immer noch ein Rätsel.. WIE kann es sein, dass man sich nach dem ersten Zug entscheidet weiter zu rauchen? 😀
Man hustet, es schmeckt überhaupt nicht und man stinkt wie eine ganze Zigarettenfabrik.
NUR Nachteile und man fängt trotzdem an.

Ich habe in meiner Zeit als Raucherin schon öfter aufgehört. Mal für knapp 2 Jahre, mal für ein halbes Jahr. Und immer wieder angefangen. Warum? Gute Frage. Ich habe irgendwie Spaß dran. Wenn man nach einem anstrengenden Tag zur Ruhe kommt, sich hinsetzt und genüßlich an seiner Zigarette zieht .. das hat schon was!

Seit 12 Tagen, 1 Stunde und 43 Minuten (ich habe eine „Raucherapp“) habe ich nun keine Zigarette mehr geraucht. Und es fühlt sich nicht gut an.

Warum? Es stört mich nicht, dass ich nicht mehr rauche. An sich habe ich kein hohes Suchtpotenzial und ich habe immer mal Tage (auch mehrere) gehabt an denen ich einfach nicht geraucht habe, aber der Körper gibt einem zu spüren, was man da gemacht hat.
Eigentlich fürchtet man sich doch vor den Verlockungen, vor den Schreien des Unterbewusstseins, das einen wahnsinnig macht, sobald andere rauchen, aber das juckt mich nicht. Neulich war ich mit zwei guten Freundinnen in einer Bar und wir haben jeder zwei kleine Radler getrunken. Man quatscht, man lacht, diskutiert und eigentlich raucht man. Oder besser gesagt: eigentlich raucht Gina mit. Es ist gesellig. Es macht Spaß. Es ist ein Druckventil!Den Abend nicht. Und es war nicht schlimm. Ich bin fröhlich nach Hause gegangen und hatte einen schönen Abend.

Aber was ist es, das mich so daran stört nicht mehr zu rauchen?
Ich bekomme genau zu spüren, was ich meinem Körper jeden Tag zugemutet habe!
Jede Zigarette hinterlässt in eurem Körper Spuren. Dinge, die der Körper abbauen möchte. Das kann er aber nur, wenn man aufhört. Und ich verspreche euch, das tut er. Das tut er so schnell und so effizient er nur kann.
Die ersten Tage rauchfrei war ich in Valencia. Dort habe ich nichts gemerkt, außer dass ich Geld gespart habe, das dann ohne Umwege in Klamotten gewandert ist. Aber wenig später fing es an. Ich habe ständig einen Frosch im Hals. Wirklich ständig. Nahezu durchgehend muss ich mich räuspern. Das nerv tierisch. Zumal der ja nicht einfach weg geht. Aber wie auch .. Der Körper hat so viel, das er abzubauen hat und irgendwo muss es ja nun mal hin.
Hinzu kommt, dass man anfängt zu husten.
Es dürfte für niemanden eine Neuigkeit sein, dass Teile der in den Zigaretten enthaltenen Stoffe sich auf den Lungenbläschen ablegen. Das führt dazu, dass man schweratmiger wird und weniger Ausdauer hat. Damit sich das wieder ändert, baut der Körper den in der Lunge abgelegten „Müll“ flott ab. Mit den Konsequenzen muss man eben leben.

Aber kommen wir mal zu den positiven Dingen!

Ich stinke nicht mehr. GEIL! Endlich mal normal riechen! Jeder kennt das, wenn jemand der geraucht hat den Bus betritt und sich neben einen setzt und man fast erstickt. Raucher bringen eine unglaublich dicke Luft mit sich. Und das tu ich nun nicht mehr! Das freut mich natürlich sehr für meine Umgebung.

Nicht nur meine Umgebung kann mich nun besser riechen, ich rieche allgemein auch besser. Die Geruchs- und Geschmackssensoren funktionieren um einiges besser, wenn man nicht raucht. Ich schmecke und rieche mehr. Das ist schon schön, wenn man sein Essen besser schmeckt! Kann ich nur empfehlen.

Angst hatte ich davor, dass ich zunehme. Die letzten Male habe ich sehr zugenommen. Bisher hält sich mein Appetit sehr in Grenzen. Aber ich muss sagen, dass ich doch sehr darauf achte, was ich esse. Und so werde ich es auch fortführen. Wenn ich Appetit bekomme, dann esse ich irgendwas, von dem ich meine, das das in Ordnung ist und keine fettigen Chips oder Schokolade. Man kann also auch dünn bleiben, wenn man aufhört. (Das sagt sich so leicht an Tag 12! 😀 )

Seit Jahren sage ich mir schon, dass ich maximal bis 30 rauchen wollte. Warum?
Mit 30 ist man erwachsen und irgendwann muss auch mal genug sein. Ich wollte also nie mein Leben lang rauchen. Niemals wollte ich später als wirklich erwachsene Frau mit einem Job, einem festen Partner und vielleicht Kindern (was das letzte angeht bin ich mir unsicher, aber man muss die Möglichkeit nun mal bedenken) rauchen. Das ergibt für mich ein falsches Bild.

Da ich jetzt schon 25 werde denke ich sollte das nun auch genug sein. Die Haut wird nicht jünger und wenn man raucht schon gar nicht. Ungern möchte ich später wie eine alte vergilbte Ledercouch aussehen.

Für mich also eine rundum gute Entscheidung. Ich bin guter Hoffnung, dass dieses Geräuspere und dieses Gehuste dann bald aufhört und ich das Ganze vollends genießen kann. Für den Fall, dass es länger dauert als geplant genieße ich bis dahin die viel schmackhafteren Gerichte!

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