Insight

Ich hatte die Ehre für ein paar Tage mit zu einem Bloggerevent von Daniel Wellington im Stanglwirt zu gehen und mal ein paar Einblicke in die Welt und Arbeit eines Influencers zu ergattern. | Anzeige/Pressereise
Vorweg sei gesagt, dass alle die nun glauben, dass ich hier darüber herziehe, dass das Influencer-Dasein nur Fake und nicht anstrengend sei, hier definitiv falsch sind.

Ich werde euch in diesem Blogbeitrag einen Einblick in die Zeit mit der DW-Crew geben und auch einen Überblick darüber, was ich über das Influencerdasein gelernt habe.

Am Mittwoch ging es für Vanessa und mich los. Wir starteten gegen 10 Uhr von Köln aus und landeten eine Stunde später am Airport in München. Dort wurden wir dann bereits von einem Fahrer erwartet, der uns auf direktem Wege zum Stanglwirt brachte.
Ich muss gestehen, dass ich etwas aufgeregt war.
Ich, eine 25 jährige Studentin ohne Guccitasche dafür mit Deichmann-Schuhen, mit einem Account, der etwas unter 8.000 Follower umfasst soll nun tagelang mit Menschen unterwegs sein, die teilweise 30-40 mal so große Profile haben.
Wie sind die so?
Werden die überhaupt mit mir reden oder wird sich alles nur darum handeln sich gegenseitig Honig ums Maul zu schmieren, um noch mehr Reichweite zu generieren?
Werde ich mitbekommen, wie alles nur beschönigt wird und wie „fiese Pläne“ geschmiedet werden?
Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen wie es sein wird und war gespannt wie ein Flitzebogen. Alles was ich wusste war, dass ich froh war, dass ich ein paar schöne Tage mit Vanessa verbringen würde, in denen wir einfach mal als gute Freunde quatschen und Spaß haben können.

Im Stanglwirt angekommen begrüßten uns Felix, Tracy, Shirin und Simone von Daniel Wellington und hießen uns herzlich Willkommen. Ich war total erleichtert, als ich die vier kennen lernte. Jung, dynamisch, freundlich, weltoffen und somit das Gegenteil von dem, das ich glaubte anzutreffen. Ich erwartete harte Geschäftsleute, die uns das Wochenende mit viel Input den Kopf zum qualmen bringen würden. Stattdessen standen dort vier herzliche Menschen, die alles gaben, um diese Tage zu einem Highlight für alle Gäste zu machen.

Foto 30.09.17, 18 39 57

Von einer Mitarbeiterin des Stanglwirts wurden wir dann zu unserem Zimmer begleitet, welches sich als Suite mit 3 Betten und zwei Bädern entpuppte. Dort erwartete uns dann eine unglaublich liebe Begrüßung. Als wäre ein Aufenthalt in dem Hotel nicht schon genug gewesen, nein, es gab auch Macarons, Pralinen, Obst und andere Leckereien wie Kaviar und co.Foto 30.09.17, 18 05 22 (1)

Sogar ich als „Mitbringsel“ habe eine super schöne Goodie Bag, eine Uhr und einen wunderschönen Armreif von Daniel Wellington bekommen. Ihr könnt euch vorstellen wie sehr ich mich darüber gefreut habe! Das ist natürlich einer der Vorteile, den man als erfolgreicher Influencer hat – tolle Hotels, nette Empfänge und Goodie Bags so weit das Auge reicht.

Nachdem wir uns halbwegs eingerichtet hatten ging es direkt zur ersten Attraktion. In der Reithalle des Stanglwirts hatten wir eine Olympiade zu meistern. Wir wurden in Teams aufgeteilt und durften Nageln, Skifahren, Biere halten und (natürlich nicht echte) Kühe melken. Abends hatten wir noch ein gemeinsames Dinner in großer Runde. Zuvor mussten wir allerdings noch ein Foto produzieren. Das war zugegeben etwas stressig, da ich meine Brille nicht dabei hatte und ich auf die Ferne gut sehe, aber da die Kamera direkt vor meiner Nase ist stellte sich das etwas schwierig dar. Aber Abgabetermin ist Abgabetermin, also Vollgas und alles geben. Aufnehmen, bearbeiten, hochladen – bitte pünktlich.

Während des Dinners ging es an unserem Tisch viel um das Thema Werbung und deren Kennzeichnung. Mir ist aufgefallen, dass viele bis zu dem Moment gar nicht wussten, dass sie diese ausreichend Kennzeichnen müssen und #ad nicht den Anforderungen entspricht.

Donnerstag ging es dann gegen 8 für Vanessa und mich zum Boxen. Es wurde uns ermöglicht mit dem Personal Coach des Stanglwirts und dem Europameister eine Trainingseinheit zu absolvieren. Es war super spaßig und echt fordernd. Ich muss sagen, dass ich unglaublich viel Spaß daran hatte und mich definitiv zum Boxen anmelden werde. Eine gute Art und Weise sich fit zu halten und dabei wird man noch ausreichend gefordert.

Von dort aus ging es für uns im Sprint aufs Zimmer. Duschen, anziehen, schminken, Haare machen und los zu einer Wanderung in Richtung Alm. Processed with VSCO with a6 presetDas alles bitte in 35 Minuten, denn dann wurde sich zum wandern getroffen.
Was zieht man zum an? Bequem und praktisch muss es sein, richtig?
Nicht als Influencer! Man erwartet von ihnen schöne Bilder. Für schöne Bilder bist du ordentlich angezogen, gut geschminkt und siehst einfach fantastisch aus. Das heißt: Aussehen vor Bequemlichkeit! Und so wanderten wir mit Kleidchen, Röckchen und Chucks oder Boots den Berg hinauf. Kannste machen nix. Job ist Job!
Auf der Alm erwartete uns dann eine ausgiebige Brotzeit, tolles Wetter und eine super Aussicht. Nebenher wurden – natürlich – Fotos und Stories produziert. Immerhin befanden wir uns auf Geschäftsreise und nicht im Wellness und Spa Urlaub mit der Familie!

Zurück im Hotel angekommen ging es direkt weiter – ausruhen? Keine Zeit!

 

Rein in die Schwimmsachen und den Bademantel und ab an den Pool. Bilder machen. Content produziert sich nicht von allein, mit hässlichen Bildern gewinnt man keinen Preis, geschweige denn Reichweite. „Achte darauf, dass es gerade ist, die Uhr nicht im Schirm versinkt, ich gut aussehe und ich scharf bin.“ – Ja sicher, kein Ding. Hat mal jemand ne Brille? Ich sehe nämlich nicht ausreichend ohne. Abenteuerlich!

Ups – schon wieder so spät? Jetzt aber schnell hoch aufs Zimmer. Duschen, schminken, anziehen, Haare stylen. Das Motto des Dinners: Black Is My Happy Colour.
Jede Situation braucht ein anderes Outfit. Gut muss es aussehen, vor allem auf Fotos. Das ist wichtig.
Das Dinner war unglaublich schön. Überall standen Blumen, das Licht war toll, ein Zauberer war da und verriet uns die Lottozahlen, zauberte ein paar 10€-Scheine herbei und wir aßen und unterhielten uns über viele Dinge. Blogbeiträge, die Oma, Steuern, den Freund, Wünsche, Ziele, Träume und Firmen. Gespräche zwischen Luxus, Zeitnot, Vertragsverhandlungen und Abgabeterminen gepaart mit normalen Problemen einer Frau. Zum Abschluss dieses Abends gab es ein riesiges Feuerwerk, so wunderschön, dass keine Silvesternacht da hätte mithalten können. Es regnete Funken, der Himmel glitzerte in allen Farben. Es war perfekt. Wir alle waren schwarz angezogen & happy. Den perfekten Ausklang machten ein paar Moscow Mule und ein kleines Snackbuffet in der für uns reservierten Bar des Hotels begleitet von einem DJ und guten Gesprächen. Lange bleiben? Auf keinen Fall.

Foto 21.01.15, 20 48 18Am nächsten Morgen ging es wieder früh raus. Bilder am Pool mussten her, denn der sieht an kalten Morgenden ganz besonders aus. Also raus aus den Federn, rein in den Bikini und den Bademantel. Gerade hinsetzen, lächeln, gut aussehen, Ideen haben. Mach nicht das, was alle tun. Grenz dich ab. Gar nicht so einfach, wenn alle den gleichen Spot geil finden. Also heißt es: Alle an einem Spot Schlange stehen, jeder die Idee anders umsetzen und seinen eigenen Charakter mit einbringen. Und das ganze morgens um 7.30 Uhr.

Nach dem Frühstück – was übrigens absolut fantastisch ist! – ging es dann schnell auschecken & eine Runde reiten. Das Stanglwirt hat ein hauseigenes Lipizzanergestüt. Ich bin früher jahrelang geritten und das sogar ziemlich ambitioniert, dementsprechend doll habe ich mich darauf gefreut mal wieder auf dem Rücken eines Pferdes zu sitzen. Mit der mir zugeteilten Stute hatte ich auf jeden Fall die richtige Begleitung. Sie testete mich, ich gewann und am Ende gingen wir beide kaputt und glücklich aus der Halle. Ein tolles Gefühl, das ich definitiv vermisst hatte. Wer jetzt glaubt, dass es damit getan sei, der irrt. Denn auch das ist eine super Möglichkeit, um noch ein paar Bilder zu produzieren.

Den Abschluss machte ein tolles Mittagsessen in gemeinsamer Runde bevor es dann zum Flughafen ging. Tschüß Stanglwirt, tschüß Berge. Hallo Ginas Realität.

Alles in Allem muss ich sagen, dass das für mich ganz wundervolle Tage waren. Nach außen hin sieht es so aus, als würden Influencer ständig chillen und alles geschenkt kriegen, aber niemand sieht, wie viel Arbeit dahinter steckt. Ich habe die Tage die Möglichkeit gehabt mich mit Teilen der DW-Crew über die Anforderungen an die Influencer zu unterhalten und mit eben diesen Personen, die hinter den großen Profilen stehen, darüber zu sprechen, was sie dafür eigentlich alles tun.

Ich habe gelernt, dass das Influencer dasein mehr ist als nett lächeln und Dinge empfehlen und Geschenke erhalten. Es ist ein 24/7 Fulltimejob, in dem man zwischen Liebe, Freunde, Selbstvermarktung, Management, Followerkontakt, Abgabeterminen und Vertragsverhandlungen hin und her springt. Es ist ein Business, das einiges an Durchhaltevermögen und Können erfordert. Der Grad zwischen Erfolg und Wahnsinn scheint schmal.

Vor allem aber habe ich eines gemerkt: Viele sind einfach nur tolle Menschen, die hoffen, dass sie mit ihrer Stimme etwas erreichen können. Menschen bewegen können und dankbar für die Möglichkeit sind, die ihnen gegeben wurde! Sie arbeiten hart und sind gewillt noch härter zu arbeiten.

Ich für meinen Teil bin dankbar, dass ich die drei Tage über so viel lernen durfte, diese Einblicke hatte und nun weitergeben darf. Ich bin dankbar eine so tolle Freundin wie Vanessa zu haben, die mir schon extrem viele Dinge ermöglicht hat und immer für mich da ist. Und natürlich für den herzlichen Empfang durch die DW-Crew. Danke Felix, Tracy, Simone und Shirin, dass ihr auch mich so herzlich und nett aufgenommen habt und diese Tage zu etwas ganz besonderem gemacht habt. Eure harte Arbeit hat sich definitiv ausgezahlt.

 

Jetzt aber genug geschnackt! Macht’s euch hübsch
und lasst gerne mal ein Feedback da

XO
Gina ♥

2 Gedanken zu “Insight

  1. Rita schreibt:

    Sehr gut geschriebener Artikel und interessant das alles mal aus der “Insider” Sicht zu lesen. Klingt echt nach harter Arbeit so ein Blogger-Dasein…

    Gefällt mir

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